Großer Erfolg in Chiclana: Strom für viele illegale Häuser
23. März 2011 | Andalusien, Cadiz und Provinz, Chiclana, Costa de la Luz, Urbanisation
Kommentare deaktiviert | Ein Artikel von Bea
In einer außerordentlichen Plenarsitzung ist es gestern, am 22. März, in Chiclana endlich gelungen, für viele betroffene Hausbesitzer eine akzeptable Lösung zu finden.
In Chiclana sind weit mehr als 30.000 Häuser illegal gebaut worden. Nur wenige davon können urbanisiert werden. Ein besonders großes Probelm ist, dass viele nicht am öffentlichen Stromnetz angeschlossen sind, und auch keinerlei Chance haben, dies je zu bekommen (was nach europäischem Gesetz zum Grundrecht eines jeden Bürgers gehört! – siehe ausführlichen Bericht im Kurier Nr. 20, und auch in der neuen Ausgabe, die im April erscheinen wird.)
Nach langem Ringen konnte nun folgender Kompromiss konstruiert werden: für Häuser, die älter als 4 Jahre sind und momentan auf weißem Grund stehen, kann nun ein Eintrag in ein Spezielles Grund-Register erfolgen, das ‘fuera de ordenación’ (außerhalb der Regeln) ist. Nur mit diesem Eintrag erhält man dann eine „licencia de primera ocupación“, als Erstbesitzer. Damit kann man dann offiziell beantragen, ans öffentliche Stromnetz angeschlossen zu werden. Ein toller Erfolg, der zum großen Teil dem Präsidenten von Chifra, Roger Alan Holmes, zu verdanken ist, der gemeinsam mit einigen Nachbarschaftsvereinen vehement dafür gekämpft hatte, zumindest eine Lösung für Strom zu bekommen. Man hofft, dass der Eintrag in ein Grundregister (auch wenn dies eigens dafür geschaffen wurde und normalerweise nicht exisitiert) Hausbesitzer davon ausgehen können, dass ihre eingetragenen Häuser auf Dauer vor Abbruch geschützt sind. Garantie gibt es jedoch keine. Erfreulich ist, dass sich beide großen Parteien (PSOE und PP) endlich einmal einig waren, um für die Bürger eine ertäglichere Situation zu schaffen.
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