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Archiv für die Ketegorie ‘Wirtschaftslage’

Abkommen mit der Schweiz Steuersünder müssen weiter zittern

29. April 2012 | Europa, Neues aus Deutschland, Wirtschaftslage
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Steuerfahnder können dauerhaft CDs mit Daten von Steuer-Hinterziehern kaufen. Das neu deutsch-schweizerische Abkommen sieht kein Verbot vor – obwohl der Bundesfinanzminister sie nicht für dauerhaft wünschenswert hält. von Jens Tartler
Auch nach dem Inkrafttreten des umstrittenen Steuerabkommens zwischen Deutschland und der Schweiz können deutsche Fahnder weiterhin CDs mit Daten von Steuersündern ankaufen. Das hat das Bundesfinanzministerium jetzt eingeräumt. In der Antwort auf eine parlamentarische Anfrage der Linke-Abgeordneten Barbara Höll heißt es lediglich, “dass sich die deutschen Finanzbehörden nicht aktiv um den Erwerb von bei Banken in der Schweiz entwendeten Kundendaten bemühen werden”.
In dem Abkommen sei kein Verbot des Datenankaufs vorgesehen, bestätigte das Bundesfinanzministerium. Ob die Finanzverwaltung eine angebotene CD erwerbe, sei auch in Zukunft eine “Einzelfallentscheidung” und eine “Abwägungsfrage”. Es sei zwar Ziel des Abkommens, solche Käufe überflüssig zu machen. Der Bund könne die Länder aber nicht verpflichten, darauf zu verzichten.

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Standard & Poors stuft Spanien herab

26. April 2012 | Europa, Wirtschaftslage
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Financial times

BBB+ statt A: Das von der Euro-Krise gebeutelte Spanien muss sich mit einem niedrigeren Bonitätsrating begnügen. Gleichzeitig senkt die Ratingagentur S&P den Ausblick für die Iberer auf negativ.

Spanien besitzt in den Augen der Ratingagentur Standard & Poor’s nur noch eine befriedigende Kreditwürdigkeit. S&P senkte die Bonität des von der Schuldenkrise in Mitleidenschaft gezogenen Landes am späten Donnerstag von “A” auf “BBB+”. Zudem ist der Ausblick negativ. Das heißt, es droht eine weitere Herabstufung.

Die Haushaltslage des Landes dürfte sich vor dem Hintergrund der wirtschaftlichen Probleme verschlechtern, begründete S&P den Schritt. Gleichzeitig steige die Wahrscheinlichkeit, dass die Regierung den Banken mit weiteren Hilfen unter die Arme greifen müsse. Das wiederum berge das Risiko, dass die Verschuldung weiter ansteigen könne, hieß es.

Je schlechter eine Bonitätsnote, desto höhere Zinsen muss ein Land in der Regel für die Aufnahme neuer Schulden zahlen – damit dürfte die Absenkung des Ratings durch S&P für zusätzlichen Druck auf Spanien sorgen. Deutschland im Vergleich besitzt das Spitzenrating “AAA” und kann sich entsprechend günstig Geld am Kapitalmarkt borgen.

WAHL IN ANDALUSIEN

26. März 2012 | Allgemein, Andalusien, Wahlen, Wirtschaftslage
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am Sonntag wurde die andalusische Regierung gewählt. Seit Jahren von der Sozialisten regiert, hatte man im Land gehofft, dass diesmal PP den Sprung and die andalusische Regierung schaffen könnte. Bis zuletzt wurde die absolute Mehrheit für PP vorhergesagt. Doch es kam anders:

Gewonnen haben die Sozialisten, gemeinsam mit der Vereinigten Linken. Der harte Sparkurs von Mariano Rajoy wurde damit abgestraft. Dabei hat die PP erstmals in der jüngeren Zeit in Andalusien die Wahl gewonnen – doch es reicht nicht zur absoluten Mehrheit.

Seit 30 Jahren regieren in Andalusien die Sozialisten (PSOE). Hier herrscht die höchste Arbeitslosigkeit, über 30%. Aber um die Defizitgrenzen in Europa einhalten zu können, muß die Regierung unter PP weitere harte Sparmaßnahmen ergreifen. Die Proteste werden immer lauter. Am Ende wurden die Konservativen nun dafür abgetraft.  Obwohl sie mit 40,64% und 50 Sitzen das beste Ergebnis aller Zeiten eingefahren haben,  sind sie voll gegen die Wand gefahren. Die Wähler, die mit den Sozialisten unzufrieden waren, haben nicht – wie erhofft – die verhaßte PP gewählt, sondern sind zur Izqierda Unida (Linken) geflüchtet, mit dem Ergebnis, dass die nun gemeinsam mit der PSOE die neue Regierung stellen.

Der reichste Mann Spaniens

14. März 2012 | Neues aus Deutschland, Unternehmer, Weltweit, Wirtschaftslage, spanien allgemein
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Der Spanier Armancio Ortega ist laut der “World’s Billionaires” Liste der nordamerikanischen Zeitschrift Forbes die Nummer 5 weltweit. Damit liegt der 75 jährige zum ersten Mal in diesem Index unmittelbar hinter  so bekannten Personen wie Bill Gates  (Platz 2) oder Warren Buffet (Platz 3) in den Top 5.

Obwohl Ortega im July 2011 die Geschäftsführung seiner Modefirma Inditex abgegeben hat, stieg sein Vermögen als grösster Aktieninhaber zusammen mit der Aktie um 1/4 an Wert. Mit seinem Vermögen erwarb Ortega zuletzt ein Wahrzeichen von Madrid, das Hochhaus “Torre Picasso”.

Ortega stammt aus einfachen Verhältnissen. Zusammen mit seiner Frau fing er sehr bescheiden in seinem Wohnzimmer an Kleidung zu nähen und zu verkaufen. Daraus ist heute ein in allen grösseren Städten der Welt vertretenes Modeimperium geworden, dass insbesondere durch die Marke Zara bekannt ist.

Den ersten Deutschen findet man in der Forbes Liste übrigens erst auf Platz 10. Es handelt sich dabei um Aldi (Süd) Gründer, Karl Albrecht. Der 92 jährige ist im Grunde genauso wie Ortega ein Self-made-Billionaire.

Es ist schön zu sehen, dass es auch noch im (alten) Europa möglich ist, durch Talent und Arbeit ein unglaubliches Vermögen anzuhäufen; und obwohl aus einfachen Verhältnissen kommend dies in nur einer Generation möglich ist.

Karl H. Lincke

Erfolgreiche ITB Berlin 2012

13. März 2012 | Neues aus Deutschland, Reiseinformationen, Weltweit, Wirtschaftslage
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Zufriedene Aussteller und deutlicher Zuwachs bei Fachbesuchern – Kongress mit mehr als 20 Prozent Besucherplus – Ägypten erhält Zuspruch der internationalen Reiseindustrie – ITB Berlin bestätigt Meinungsführerschaft bei aktuellen Branchentrends – Internationale Bloggerszene etabliert sich auf der Messe – Akkreditierung von rund 7.000 Journalisten aus 94 Ländern

Ein Plus bei den Fachbesuchern, mehr Geschäftsabschlüsse der Aussteller und ein Ansturm auf den ITB Berlin Kongress prägten die 46. Auflage der ITB Berlin. Mehr als 113.000 Fachbesucher (davon 44.000 aus dem Ausland) informierten sich bei 10.644 Ausstellern aus 187 Ländern über alle Segmente der internationalen Reiseindustrie. Nach ersten Hochrechnungen nutzten mehr als 55.000 Berliner und Brandenburger das Wochenende, um sich über Urlaubsziele und neue Reiseangebote zu informieren.

Unterstützung für das Partnerland Ägypten

Das Partnerland Ägypten spürte eine große Solidarität seitens der internationalen Reiseindustrie. Mounir Fahkry Abdel Nour, Tourismusminister Ägyptens: „Die ITB war großartig! Ich habe jede Minute genossen und interessante, großartige Menschen getroffen. Neben der Unterstützung, die wir erfahren haben, bin ich sehr froh, dass die Probleme in den politischen Beziehungen nicht im Geringsten die allgemeine Stimmung beeinträchtigt haben – im Gegenteil. Alle deutschen Partner haben uns ihre Solidarität bekundet, darunter auch Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler. … Diese ITB ist anders als die im letzten Jahr. Ich erlebe Kooperationswillen der Länder. Das finde ich sehr ermutigend.“

ITB Berlin Kongress diskutierte aktuelle Trends

Der ITB Berlin Kongress hat sich als Besuchermagnet erwiesen und konnte weiteres Wachstum bei den Besucherzahlen verzeichnen. Mit insgesamt mehr als 17.000 Besuchern legte er um über 20 Prozent zu. Dafür sorgten ein hochaktuelles Programm und prominente Redner. Vom 7. bis 9. März 2012 versammelten sich über 200 namhafte Experten und bekannte Unternehmer beim weltgrößten Tourismuskongress, um neue Trends zu beleuchten oder Best-Practice-Beispiele aufzuzeigen.

Blogger und Travel Technology im Fokus

Erstmals richtete die ITB Berlin am Vorabend der Messe einen Empfang für Blogger aller Welt aus. Speziell auf das Interesse von Bloggern ausgerichtete Veranstaltungen zogen über 120 Blogger aus mehr als 10 Ländern an. Das Segment Travel Technology war auf der ITB Berlin 2012 so groß wie noch nie. In vier Hallen zeigten 236 Aussteller technische Innovationen. In der Halle 7.1c präsentierten renommierte Unternehmen und junge Start-ups Apps und Produkte aus den Bereichen Mobile Travel Services und Social Media. Applikationen sind in den vergangen zwei Jahren schnell gereift, aber weiterhin im Ausbau. Ein spannendes Thema, das nicht nur Reiseexperten, sondern auch das Publikum interessierte. Am ITB-Samstag fand erstmals ein App-Marathon statt, der den Besuchern einen Überblick über die Welt der Reise-Apps gab.

Trendthema Nachhaltigkeit

Ein wichtiges Thema in diesem Jahr war Nachhaltigkeit im Tourismus. Die Bandbreite auf der ITB Berlin reicht von Accessible Tourism über Menschenrechte, Gütesiegel, Geoparks, Regenwald bis hin zur Übernutzung von Ressourcen. In Halle 4.1, ECOtourism & Expeditions, fanden dazu täglich Vortrage auf der Bühne statt. Auf dem ITB Berlin Kongress wurden sowohl auf den drei ITB Destination Days, dem MICE Day als auch dem ITB Mobility Day Aspekte des Klimawandels und des nachhaltigen Tourismus aufgegriffen. Die neuesten Trends wie Nachhaltigkeitssiegel und Accessible Tourism wurden auf dem ITB CSR Day auf Vorträgen und Podiumsdiskussionen mit Reiseanbietern, Hochschulen, Hotellerie und Non-Profit-Organisationen erörtert. Der „1. Tag des barrierefreien Tourismus“ unter Federführung der Nationalen Koordinierungsstelle Tourismus für Alle e. V., NatKo, zog rund 300 Fachbesucher an. Diskutiert wurde das Marktpotenzial von Reisenden mit Handicap, die der Tourismuswirtschaft derzeit fünf Milliarden Euro Umsatz bringen.

Stimmen zur ITB Berlin 2012 weiter lesen →

Porsche auf dem Genfer Autosalon 2012 Porsche auf dem Genfer Autosalon 2012

1. März 2012 | Auto, Neues aus Deutschland, Weltweit, Wirtschaftslage
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Weltpremiere des neuen Boxster und zwei Europapremieren

Die Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG, Stuttgart, präsentiert Anfang März auf dem Automobil-Salon in Genf eine Weltpremiere und zwei Europapremieren. Bei der Porsche-Pressekonferenz am 06. März um 09:30 Uhr (MEZ) in Halle 1 wird die neue Generation des Boxster zum ersten Mal der Weltöffentlichkeit vorgestellt. Die Konferenz wird live im Internet (www.porsche.com/geneva) und über Satellit übertragen. In einer Europapremiere präsentiert Porsche außerdem den Panamera GTS und das 911 Cabriolet.

Technisches Highlight der neuen Boxster-Generation ist das erheblich niedrigere Gewicht dank Leichtbau-Karosserie und das vollständig überarbeitete Fahrwerk. Auch optisch merkt man dem Mittelmotor-Roadster seine umfassende Überarbeitung an: Der Radstand ist gewachsen, die Spur breiter und die Räder größer. Porsche hat damit nicht nur die Fahrdynamik deutlich gesteigert und garantiert so puren Fahrspaß, die neuen Boxster sind auch 15 Prozent sparsamer: Modellabhängig verbrauchen sie deutlich weniger als acht Liter Kraftstoff auf 100 Kilometer. Dank grundsätzlich verändertem Styling mit kürzeren Karosserie-Überhängen, deutlich nach vorn versetzter Frontscheibe, flacherer Silhouette und ausdrucksvollen Kanten liegt der Roadster muskulöser und markanter auf der Straße. Der Innenraum bietet mehr Platz und das Interieurkonzept spiegelt die neue Porsche-Linie mit der ansteigenden Mittelkonsole wider.

Pünktlich zur Open-Air-Saison präsentiert Porsche das 911 Cabriolet erstmals vor europäischem Messe-Publikum. Intelligenter Leichtbau auch durch Einsatz von Magnesium bei der Verdeckkonstruktion, sorgt für weniger Gewicht und mehr Sportlichkeit, für weniger Verbrauch und mehr Komfort. Mit dem innovativen Dachkonzept bleibt außerdem die typische 911-Dachkontur erstmals in vollem Umfang erhalten. Die zweite Europapremiere steht für kompromisslose Sportlichkeit und intelligente Porsche Performance: der Panamera GTS, der Viertürer für den Rundkurs. Dieser sportlichste aller Panamera überzeugt mit einem NEFZ-Verbrauch von 10,9 l/100 km – mit Leichtlaufreifen nur 10,7 l/100 km – und einer Höchstgeschwindigkeit von 288 km/h, nachdem er in nur 4,5 Sekunden den Sprint auf Tempo 100 absolviert. Vor allem sein Fahrwerk macht ihn rennstreckentauglich: mehr Leistung, verstärkte Bremsen, eine um zehn Millimeter tiefergelegte Karosserie und das besonders sportlich abgestimmte Fahrwerk mit Luftfederung und PASM, sind dabei die wesentlichen technischen Modifikationen.

Einkommenssteuer auch für Nicht-Residenten in Spanien für die Jahre 2012 und 2013 erhöht

26. Februar 2012 | Wirtschaftslage
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In Spanien versucht die Regierung unter dem neuen Regierungspräsidenten Mariano Rajoy durch drastische Sparmaβnahmen das Haushaltsdefizit zu reduzieren.

Durch das ab dem 01. Januar 2012 geltende Eilgesetz (RD-Ley 20/2011 Real Decreto-ley 20/2011 de medidas urgentes para la corrección del déficit público), werden auch die Steuern für Nicht-Residenten erhöht.

So wird der bestehende Regelsteuersatz von 24 % auf 24,75 % erhöht. Das hat für einen deutschen Eigentümer einer Ferienimmobilie in Spanien im Rahmen der obligatorischen Einkommenssteuererklärung folgende Auswirkungen. Beispiel:

Immobilie mit einem Katasterwert (wobei dieser nach 1994 aktualisiert wurde): 400.000 €

Einkommenssteuer/Jahr bei 24 % Regelsatz: 1.056 €

Einkommenssteuer/Jahr bei 24,75 % (neu): 1.089 €

Desweiteren wurde u.a. die Besteuerung bei der Veräuβerung von Ferienimmobilien von Nicht-Residenten erhöht. Der Regelsteuersatz wird von 19 % auf 21 % erhöht. Beispiel:

Bei dem Verkauf einer Ferienimmobilie ergibt sich ein Gewinn i.H.v. 200.000 €.

Besteuerung (alt): 19 % 38.000 €

Besteuerung (neu): 21 % 42.000 €

Da auch die Grundsteuer erhöht werden wird, ist im Ergebnis mit einer merklichen Verteuerung für diejenigen zur rechnen, die Eigentümer einer Ferienimmobilie in Spanien sind. Dies insbesondere bei der Veräuβerung der Immobilie.

Die aufgezeigten Änderungen gelten zunächst für die Jahre 2012 und 2013.

Informationen:

Rechtsanwälte Mariano und Hildebrand, Sevilla

Spanien rebelliert gegen Spardiktat

23. Februar 2012 | Europa, Sport, Wirtschaftslage
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Madrid will die EU-Kommission überzeugen, das strenge Defizitziel aufzuweichen. Spanien und dem Euro-Raum droht nach aktuellen Zahlen eine Rezession. Das könnte auch die Griechen-Rettung gefährden.

© Bild: 2011 Bloomberg/Mario Proenca

Spanien begehrt gegen die strengen Sparvorgaben aus Brüssel auf. Das Land will die EU-Kommission dazu bringen, ihre Vorschriften für das Haushaltsdefizit des Landes für dieses Jahr zu lockern. Das erfuhr die Financial Times aus Kreisen in Madrid.
Die Beschwerde legt das Dilemma der EU-Krisenpolitik offen: Je mehr Brüssel die Staaten der Euro-Zone zum Sparen zwingt, desto mehr wird ihre Wirtschaft abgewürgt.
Der negative Ausblick der EU für Spaniens Wirtschaft zeige die Risiken einer überzogenen Austeritätspolitik, hieß es. Die Kommission hatte am Donnerstag in Brüssel ihre Konjunkturprognose für den Euro-Raum in den kommenden sechs Monaten vorgestellt. Demnach schrumpft die Euro-Wirtschaft um 0,3 Prozent, die von Spanien sogar um ein Prozent. Noch vor drei Monaten war ein Wachstum von 0,7 Prozent vorhergesagt worden.
Die Regierung will die EU nun dazu bringen, das Defizitziel für 2012 aufzuweichen. Für Spanien liegt es im Moment bei 4,4 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Dieser Wert soll auf fünf Prozent erhöht werden. Gespräche liefen bereits, hieß es aus Madrid.
Brüssels strenge Vorgaben drohen auch die griechische Wirtschaft stärker abzuwürgen als für das zweite internationale Rettungspaket aktuell veranschlagt. Das Bruttoinlandsprodukt werde um 4,4 Prozent schrumpfen, heißt es in der EU-Prognose.
Tatsächlich könnte es jedoch noch viel weiter nach unten gehen. So veranschlagte die US-Großbank Citigroup am Donnerstag einen Einbruch um acht Prozent. Ähnlich urteilten die Experten des privaten Instituts Capital Economics in London. Auch Holger Fahrinkrug, Chefvolkswirt der WestLB, hält das für möglich.

Massenexodus: Spanier wandern aus nach Grossbritannien

16. Februar 2012 | Europa, Wirtschaftslage
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Innerhalb eines Jahres haben sich fast 25.000 Spanier in Großbritannien bei der Sozialversicherung angemeldet. Premier David Cameron steht bei der Bekämpfung der Arbeitslosigkeit damit vor neuen Problemen. Nach Angaben der spanischen Zeitung Expansión haben in dem Zeitraum von April 2010 bis April 2011 fast 25.000 spanische Einwanderer in Großbritannien Arbeit gefunden und eine Anmeldung zur Sozialversicherung vorgenommen. Die britische Regierung schlug Alarm, da die Zuwanderung derzeit am schnellsten wachse – der Anstieg beträgt 85 Prozent. Damit ist Spanien das Zuwanderungsland mit dem stärksten Zuwachs nach Pakistan, Sri Lanka, Litauen und Irland.

Nach offiziellen Statistiken des britischen Arbeitsministeriums befanden sich also im vergangenen April 24.370 Spanier auf dem britischen Arbeitsmarkt. Die Zuwanderer, die in Großbritannien studieren, eine Teilzeitarbeit angenommen oder sich nicht bei der Sozialversicherung angemeldet haben, sind hier noch nicht berücksichtigt. Damit erscheint die spanische Staatsangehörigkeit auf dem sechsten Rang der Migranten in Großbritannien – führend sind Polen und Indien. Noch vor einigen Jahren war Spanien nicht einmal unter den Top Ten.

Der Grund für den Einwanderungszuwachs ist die Suche nach Arbeit. Die britische Regierung erklärt den Trend damit, dass viele vor der Wirtschaftskrise der südlichen Länder fliehen. Zudem sei die Arbeitslosenquote in Großbritannien nicht so hoch wie in Spanien (dort liegt sie bereits bei über 5 Millionen ) denn die wirtschaftlichen Bedingungen seien besser.

Cameron steht damit vor neuen Herausforderungen. So hat auch Großbritannien mit steigende Arbeitslosenzahlen zu kämpfen – in Liverpool ist bereits jeder dritte Haushalt ohne Arbeit. So plant der britische Premier die Einwanderung zu begrenzen, um die eigene Arbeitslosigkeit und die Zahl der Sozialdienstleistungsempfänger zu reduzieren

Quelle: deutsche-mittelstands-nachrichten

Schlecker rutscht in die Pleite

20. Januar 2012 | Neues aus Deutschland, Wirtschaftslage
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Die größte deutsche Drogeriekette Schlecker ist insolvent. Das Unternehmen aus Ehingen bei Ulm teilte mit, der Insolvenzantrag werde “kurzfristig” eingereicht. Es handele sich um eine Planinsolvenz mit dem Ziel, einen großen Teil des Filialnetzes und damit auch der Arbeitsplätze zu erhalten. Der Geschäftsbetrieb werde unverändert weiterlaufen. Ein Insolvenzantrag werde spätestens am Montag eingereicht, erfuhr dpa. Ein Sprecher des Amtsgerichts Ulm sagte, noch seien keine Unterlagen eingetroffen.

Die Zahlung der Gehälter für die Mitarbeiter sei über das Insolvenzausfall-Geld gesichert, teilte Schlecker mit. Der Insolvenzantrag sei ein “schwerer und notwendiger Schritt”. Eine geplante Zwischenfinanzierung sei gescheitert. Der Antrag werde direkt mit einem Vorschlag für die Unternehmenssanierung verbunden. Folgten die Gläubiger dem Plan, könne die alte Geschäftsführung unter Begleitung des Insolvenzverwalters im Amt bleiben.

Harter Wettbewerb sorgt für Verluste

Schlecker kämpfte im harten Wettbewerb auf dem Markt der Drogerien seit längerem gegen Verluste an. Im Geschäftsjahr 2010 war der europaweite Umsatz um rund 650 Millionen Euro auf 6,6 Milliarden Euro gesunken. Für 2011 rechnete das Unternehmen erneut mit sinkenden Erlösen. Zahlen zum Gewinn oder Verlust nennt Schlecker als Familienunternehmen traditionell nicht. Die Mitarbeiterzahl lag Ende 2011 bei über 30.000 in Deutschland und weiteren rund 17.000 im Ausland.

(Quelle: dpa)